Neujahrswechsel mit steigender Form

Seit meinem letzten Beitrag ist bereits einige Zeit vergangen. Mein Saisonstart ist leider nicht so verlaufen, wie ich ihn mir vorgestellt und geplant hatte. Der Weltcupauftakt im Norden und die anschließenden Wettkämpfe im alten Jahr missglückten mir. Ich startete mit einer schlechten Form in die neue Saison und musste daher einige Wettkämpfe auslassen, um mit gezieltem Training meine Form zu finden.

 

Über die Festtage konnte ich nochmals gut Trainieren und einen guten Aufbau für die Tour de Ski auf der Lenzerheide machen. Ich durfte vom 1. bis 3. Januar der Start der Tour mitbestreiten. Nachdem Skating Sprint am Neujahrstag merkte ich, dass ich im Sprint noch weit weg von meiner alten Sprintstärke von letztem Jahr liege. Vergangenen Sommer hatte ich mich diesbezüglich voll auf die Weiterentwicklung im Distanzbereich fokussiert. Beim zweiten Rennen der Tour de Ski mit einem 30km Wettkampf in der klassischen Technik hatte ich also größere Ambitionen, um mein Können unter Beweis zu stellen. Der Start gelang mir gut bis zum Renndrittel, worauf der Kampf mit den immer schwierigen werdenden Verhältnisse mich ein wenig zurück warf. Die 30km konnte ich mit einem immer besser werdenden Gefühl auf dem 50. Rang beenden. Die Stimmung bei allen 3 Tagen auf der Lenkerheide war genial! Dafür vielen herzlichen Dank für meinen Fanclub Ueli Schnider und die vielen Schweizer Fans, die uns in unserer Heimat so tatkräftig unterstützt und angefeuert hatten!

 

Am darauf folgenden Tag stand ein 10km Verfolgungsrennen in der Skatingtechnik auf dem Programm. Ich konnte einen guten Rhythmus finden und wieder mit einem 50. Rang mit lediglich einer halben Minute Rückstand auf den Tourführenden Sundby ins Ziel laufen. Leider war die Tour nach den 3 Wettkämpfen auf der Lenzerheide für mich zu Ende. Trotzdem war ich mit den Wettstreiten im neuen Jahrr zufrieden. Mein Formtief von Anfangs Saison konnte ich überwinden und mir ein gutes Gefühl im neuen Jahr holen.

Tour de Ski: 30km Klassisch auf der Lenzerheide (Foto by www.nordicfocus.com)

In dieser Woche reiste ich dann nach Planica (SLO), wo für mich zwei Wettkämpfe im Alpencup anstanden. Am Freitag startete ich in einem Sprint in der Skating Technik. Dabei rangierte ich mich auf dem 41. Rang und verpasste knapp den Einzug in die Finalläufe. Der Sprint bestätige meine im Moment langsame Sprintfähigkeiten.

Am Samstag stand ein Distanzrennen über 14km in der klassischen Technik auf dem Programm. Beim Skitest vor dem Start bemerkte ich, dass bei den Junioren ein Athlet den Sieg mit Skating Skis holte und dabei den Wettkampf nur mit Hilfe der Oberkörperkraft durch Doppelstockschieben meisterte. Ich riskierte auch die Wahl der Skating Skis und bewältigte die langen 14km mit Doppelstockschüben. Nach 2 von 7 Runden lag ich noch mit Bestzeit vorne. Leider veränderten sich die Schneeverhältnisse kurz nach meinem Start und der Vorteil mit den schnelleren Skating Skis verflogen schnell. Ich büßte daher im Rennverlauf einige Sekunden ein und beendete das Rennen mit nur 18 Sekunden Rückstand auf den Sieger auf dem 7. Schlussrang!

 

Ich bin mit meinem Wettkampf zufrieden und kann auf eine gute Oberkörperkraft zählen. Nächste Woche werde ich nochmals ein gutes Trainingsprogramm absolvieren und am Samstag an der Schweizermeisterschaft in Zweisimmen an den Start gehen,um mich wieder für die Weltcupeinsätze im Februar vorzubereiten!
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Bis bald, Ueli 🙂